Blog - Heilpraktikerin Alexandra Reimke
Heuschnupfen - wenn das Immunsystem überreagiert
von Alexandra Reimke
Niesanfälle, juckende Augen, eine laufende Nase – für viele beginnt mit dem Frühling nicht nur die schönste Zeit des Jahres, sondern auch die Allergiesaison. Heuschnupfen (allergische Rhinitis) betrifft mittlerweile einen großen Teil der Bevölkerung und kann den Alltag erheblich beeinträchtigen.
Während die westliche Medizin vor allem auf Antihistaminika oder Kortisonpräparate setzt, verfolgt die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) einen anderen Ansatz: Sie betrachtet Heuschnupfen nicht als isolierte Reaktion, sondern als Ausdruck eines Ungleichgewichts im Körper.
Was passiert bei Heuschnupfen?
Aus schulmedizinischer Sicht handelt es sich um eine Überreaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe wie Pollen. Der Körper schüttet Histamin aus - mit den bekannten Symptomen:
- Niesen und Fließschnupfen
- Juckreiz in Nase, Augen oder Rachen
- tränende, gerötete Augen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
Die Behandlung zielt meist darauf ab, diese Reaktion zu unterdrücken.
Die Sicht der TCM - ein geschwächtes Abwehrsystem
In der TCM wird Heuschnupfen anders eingeordnet. Hier spielt vor allem das sogenannte Wei-Qi (Abwehrenergie) eine zentrale Rolle. Es schützt den Körper vor äußeren Einflüssen wie Wind, Kälte oder eben auch Pollen.
Ist dieses System geschwächt, können äußere Faktoren leichter eindringen und Symptome auslösen.
Häufige Muster bei Heuschnupfen:
- Schwäche von Lunge und Milz
→ anfällig für äußere Reize, häufige Infekte, Müdigkeit - Wind-Invasion (Wind-Kälte oder Wind-Hitze)
→ akute Symptome wie Niesen, Juckreiz, laufende Nase - Schleimansammlungen
→ verstopfte Nase, Druckgefühl im Kopf - Leber-Beteiligung
→ verstärkte Reaktionen bei Stress oder emotionaler Belastung
Wie TCM bei Heuschnupfen unterstützen kann
Die Behandlung richtet sich nicht nur nach den Symptomen, sondern nach dem individuellen Muster. Ziel ist es, den Körper langfristig stabiler zu machen.
1. Akupunktur
- kann die Nasenschleimhaut beruhigen
- reguliert das Immunsystem
- wirkt entspannend auf das Nervensystem
Besonders sinnvoll ist sie sowohl akut in der Saison als auch präventiv in den Monaten davor.
2. Chinesische Kräutertherapie
- stärkt das Wei-Qi (Abwehrsystem)
- reduziert Schleim und Entzündungsprozesse
- wird individuell angepasst
Oft erfolgt die Einnahme kurweise - insbesondere außerhalb der Pollensaison zur Vorbereitung.
3. Ernährung nach TCM
Auch die Ernährung kann Einfluss auf die Anfälligkeit für Allergien haben:
- Reduktion von Milchprodukten und Zucker (fördern Schleimbildung)
- Vermeidung von kalten und rohen Speisen
- Fokus auf warme, gekochte Mahlzeiten
- Einsatz von Lebensmitteln, die Lunge und Milz stärken
Prävention statt nur Symptomkontrolle
Ein wesentlicher Unterschied zur rein symptomatischen Behandlung liegt im präventiven Ansatz:
Die TCM setzt idealerweise außerhalb der Allergiesaison an, um das Immunsystem so zu stabilisieren, dass die Reaktion im nächsten Frühjahr schwächer ausfällt oder ganz ausbleibt.
Fazit - Heuschnupfen ganzheitlich betrachten
Heuschnupfen ist aus Sicht der TCM kein isoliertes Problem der Nase, sondern ein Zeichen dafür, dass das Gleichgewicht im Körper gestört ist.
Mit Akupunktur, Kräutertherapie und einer angepassten Ernährung kann der Organismus langfristig gestärkt werden – nicht nur zur Linderung der Symptome, sondern zur Verbesserung der gesamten Belastbarkeit.
Alexandra Reimke
Heilpraktikerin
zert. TCM Therapeutin / ZfN
Dipl. (AGTCM) chin. Pharmakologie
Info und Termine unter:
Tel.: 0152 270 58 668
Termine nach Vereinbarung
Mo-Fr 10:00 - 20:00
auch Abendtermine möglich
Notfalltermine bei akuten Rückenschmerzen
auch an Wochenenden und Feiertagen
Behandlungsort:
SinnVoll – Zentrum für Gesundheit
Menzinger Str. 68
80992 München - Nymphenburg